Das Meisterprüfungsberufsbild


Das Meisterprüfungsberufsbild stellt die Kompetenz des Meisters als Unternehmer und Führungskraft eines Betriebs in den Vordergrund. Die Ausbildung zum Meister soll den Mechaniker für Land- & Baumaschinentechnik auf seine künftige Rolle als Unternehmer vorbereiten.
Fachwissen pur steht künftig nicht mehr im Vordergrund, der neue Meister wird nach dem Leitsatz  "Wie kann der zukünftige Meister als Unternehmer am Markt in unserem Handwerk bestehen?" ausgebildet.  Das aktuelle Meisterprüfungsbild trat am 1. Juli 2001 in Kraft und löste damit das alte Berufsbild vom September 1978 ab.

Meister als Unternehmer
Ein wesentliche Element des "neuen Meisters" ist die Aufnahme einer Präambel als Einführung in das Meisterprüfungsberufsbild, dort steht schwarz auf weiß:
" Durch die Meisterprüfung im Landmaschinenmechaniker-Handwerk wird festgestellt, dass der Prüfling befähigt ist, einen Handwerksbetrieb selbstständig zu führen, Leitungsaufgaben in den Bereichen Technik, Betriebswirtschaft, Personalführung und -entwicklung wahrzunehmen, die Ausbildung durchzuführen und seine berufliche Handlungskompetenz selbstständig umzusetzen und an neue Bedarfslagen in diesen Bereichen anzupassen. "
Diese Präambel drückt sehr treffend aus, was vom neuen Meister erwartet wird. In Verbindung mit der neuen Meisterprüfung in allen vier Teilen ergibt das ein rundes Bild davon, worauf neue Meister vorbereitet werden. Diese müssen wissen, dass nicht allein das beherrschen von Techniken das Überleben der Betriebe am Markt garantiert, sondern das Zusammenwirken vieler Elemente. Auch vor dem Hintergrund der fortwährend geführten Diskussion über die Beibehaltung der Meisterprüfung ist diese Fortentwicklung wichtig.

Handlungsorientierung
In der Verordnung ist das Prinzip der so genannten "Handlungsorientierung" als Kernelement der Meisterprüfung konsequent aufgegriffen worden. Nicht die Prüfung von reinem technischen Fachwissen steht in der Meisterprüfung und -vorbereitung im Vordergrund, sondern eine an die Anforderungssituation der Praxis ausgerichtete Expertenkompetenz.
Die Handlungsorientierung kommt darin zum Ausdruck, dass die zu lösenden Prüfungsaufgaben nicht die Wiedergabe von Wissen , sondern die Lösung repräsentativer technischer, betriebswirtschaftlicher und pädagogischer Praxisprobleme in der Unternehmensführung erfordern. Zu diesem Zweck sind entsprechende Prüfungsaufgaben mit aufgenommen worden:

Der Kandidat soll also in der Prüfung darlegen können, dass er in der Lage ist, Expertenwissen anzuwenden, die Prüfung soll als Spiegelbild der täglichen Arbeit dienen.

Die Meisterprüfung auf einen Blick

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